TSCHECHIEN 2014

Radreise in Tschechien 2014


Im Juli 2014 unternahmen wir eine Radreise in Tschechien. Zwei Jahre nach unserer Polen/Tschechiendurchquerung hat uns der Osten wieder.... 

Wir haben während der Reise unsere Erlebnisse in einem Blog gepostet http://fritzfinkenzeller.wordpress.com/

Hier aber die Zusammenfassung unserer Erlebnisse - VIEL SPAß


TOUR IN TSCHECHIEN 2014 – BEST OF BILDER

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Tag 1 - Startverzögerung

Heute schon von morgens 8 Uhr Regen.  Was tun? Wir entscheiden uns, die Tour erst am Montag zu beginnen. 
Was soll’s? Nicht gleich am ersten Tag einsauen lassen.

Dafür können wir das WM-Filiale noch zu Hause ansehen….

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Tag 2 - Heilwasser und Oblaten

Ahoi Deutschland,

Erst mal Glückwunsch zum Sieg der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball WM. Der Wahnsinn. Hätte während des Spiels meinen Pulsmesser anlegen sollen. Da wären höhere Werte rausgekommen als bei einer Radtour. Mann, war das spannend.

So konnten wir heute beruhigt unsere Radtour in Tschechien beginnen. Schon hinter der Grenze empfingen uns naturbelassene Fluren und dichte Wälder. Große Flächen sind einfach sich selbst überlassen und sind dadurch wunderschön. Überall wachsen Himbeeren. Man müsste sie nur noch pflücken. Auch Kirschen gibt es in Hülle und Fülle. Ein paar wanderten vom Baum zufällig in unsere Mägen….

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Das Wetter war heute durchwachsen, aber eigentlich trocken. Nur einmal mussten wir das “Verhalten bei erhöhtem Wasseraufkommen” trainieren. Einfach gesagt, es hat dann doch mal geregnet. Aber nur kurz. Das Anziehen der Regensachen hat sich gar nicht rentiert. Wir betrachten es als Übung.

Nach 66 Kilometer erreichten wir Marienbad und damit wieder Zivilisation. Es ist eine historische Stadt. Die Ursprünge gehen auf ca. 1800 zurück. Über 50 Heilquellen entspringen hier. Wir haben eine schöne Unterkunft gefunden. Das Hotel Villa Regent. Es liegt zentral und doch in einer ruhigen Lage hinter dem Stadtpark. Essen war herrlich. Kann man hier aushalten. Aber keine Angst, wir fahren morgen schon wieder weiter.

Marienbad haben wir nach einer Dusche zu Fuß erkundet. Die alten Gebäude sind echt schön anzusehen.  Marienbad wurde im zweiten Weltkrieg nicht zerstört. Dadurch ist alles erhalten und wurde nach der Öffnung des eisernen Vorhangs fleißig renoviert.
Wir haben sogar ein paar Heilquellen probiert. Die erste Probe war schon ein Hammer. Erst ein Prickeln auf der Zunge, dann füllt sich der Mundraum mit einem Geschmack wie wenn ich drei Tage einen rostigen Nagel gelutscht hätte. Nach dem Abgang noch ein kurzes Aufstoßen von der reichhaltigen Kohlensäure. Jetzt brauch ich ein Bier zum runterspülen…. und das ich den Geschmack im Mund neutralisiere.

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Noch eine nette Beobachtung: an jeder Ecke gibt es ein Geschäft nur für Oblaten. Sicher kennen viele die berühmten Karlsbader Oblaten, die es auch bei uns im Supermarkt zu kaufen gibt. Es sind große, runde und gefüllte, dünne Waffeln. Hier gibt hierfür so viele Geschäfte, wie bei uns Handyläden.

Die Stadt hat etwas Besonderes. Alles ist antik aber doch neuwertig. Pferdekutschen transportieren Touristen. Es gibt keine modernen Häuser. Wenn man sich die Autos am Straßenrand wegdenkt kann man sich in die Zeit des 19. Jhd zurückversetzen. Hier könnte man herrlich historische Filme drehen.

Jetzt liegen wir im Bett. Vom Restaurant im Erdgeschoss schallt ununterbrochen Charlestonsound und Jazz zu uns herauf. Wir fühlen uns um ca. 100 Jahre zurück versetzt.  Wenn nicht so ein neumodisches Touchpad auf meinem Schoß liegen würde….

Bis morgen. Dann Bericht von Karlsbad. Ist ja fast eine Bädertour.


Tag 3 - Für eine Oblate nach Karlsbad

Neue Geschichten aus Tschechien. Heute morgen haben wir Marienbad verlassen und sind wieder durch die riesigen Wälder Tschechiens geradelt. Was für eine Ruhe herrscht hier. 

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Nach 60 Kilometer erreichten wir Karlsbad. Da war es aus mit der Ruhe. Die Stadt ist viel größer als Marienbad. Uns gefällt es nicht so gut. Es ist hektisch und überlaufen. Aber jedem das Seine….

Wir kaufen uns an einem speziellen Stand für jeden eine Karlsbader Oblate. Seit 2011 ist der Begriff markenrechtlich geschützt. Nur die Oblaten, die in der Gegend der Stadt Karlsbad hergestellt worden sind, dürfen diesen Namen tragen.
Für diese Oblate hat es sich gelohnt so weit zu fahren….

Und weil wir grad bei Marken sind. Habe heute gelesenen, dass es um die Marke Budweiser den wohl längsten, interkontinentalen Rechtsstreit gibt.
Schon 1875 exportierte man nach Amerika. Dort war Budweiser (wie auch Pilsner) bereits eine beliebte Verkaufsbezeichnung, auch von Bieren, die in der Neuen Welt gebraut wurden. Tschechische Brauer in Budweis gründeten 1895 eine Aktiengesellschaft, die heute Bier als Budweiser anbietet. Die Marke Budweiser wurde in den USA bereits 1867 – allerdings nicht wörtlich als „Budweiser“ – eingetragen und 1883 von Anheuser-Busch erworben, unter deren Regie das Bier schon zuvor produziert wurde. Sukzessive strebt Anheuser-Busch seit Anfang des 20. Jahrhunderts den weltweiten Erwerb der Markenrechte an. Wie Anheuser-Busch argumentiert auch die 1895 gegründete böhmische Budweiser-Brauerei mit dem älteren Namensrecht. Die meisten Gerichtsurteile gewann die tschechische Brauerei. Der Streit geht seit 1917 und ist immer noch nicht zu Ende….

Aber zurück zu Karlsbad….

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Wir haben am Nachmittag die Stadt wieder verlassen und fuhren aufs Land. 15 Kilometer östlich von Karlsbad endete unsere Tour im beschaulichen Dorf Radosov. Haben eine nette Privatpension gefunden. Außerdem haben wir sensationell gegessen. Link s. unten. Zwei Steaks mit Pfeffersoße, zwei leckere Krautsalate, vier Bier und eine Portion Palatschinken. Haben dann pro Nase 10 Euro umgerechnet bezahlt. Und Nase habe ich bekanntlich nur eine. War günstig und lecker.

http://www.hospudkaulavky.cz/

https://maps.google.com/?cid=5525331297357590636&hl=de≷=de

Jetzt noch ein paar Oblaten zum Abschluss des Tages, dann geht wieder ein schöner Tag in Tschechien zu Ende.


Tag 4 - Entlang der Eger und durch Hopfen und Malz

Heute ging's zur Sache. 90 Kilometer waren geplant. Erst am Fluss Eger, einem Nebenfluss der Elbe, entlang. Dass man an einem Fluss entlang so viele Höhenmeter machen kann, war mir ein Rätsel. Nach 40 Kilometer an der Eger hatten wir schon deren 500.

In Kadan Mittagspause. Schöne Stadt. Beim Bäcker 5 Sachen gekauft und 1 Euro bezahlt.

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Tolle Häuser. Alt aber sehr gut renoviert. 

Das Erzgebirge lag hinter uns. Weiter ging es durch wahnsinnig große Getreidefelder. Und wenn ich groß schreibe, meine ich auch richtig groß. Nicht bloß ein paar Kilometer, diese “Kornkammer” zeiht sich soweit das Auge reicht. Und ich sehe sehr gut…. Der Blick schweift über die sanften Hügelketten und man sieht nur reifes Getreide. Hie und da ein Mähdrescher,  der eine staubige Wolke hinter sich herzieht. Ich versuche auszurechnen, wie viele Semmeln ich da auf einem Haufen sehe…. ?
Außerdem fragte ich mich, warum man Brot überhaupt backen muss.  Wenn wir durch die Getreidefelder gefahren sind, stieg die Temperatur (gefühlt) extrem stark an. Da musste der Mähdrescher eigentlich gleich Semmel ernten können….

Wir hatten uns dann entschlossen ein paar Kilometer weiter zu fahren als geplant weil wir von einer schönen Unterkunft inmitten von Getreidefeldern neben eines Naturparks erfahren haben.

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Weiter über Rakovnic kamen wir dem Ziel näher. Noch den Supermarkt einen Schokoriegel und ein Wasser abgekauft.  Den Riegel natürlich gleich gegessen…. nach fast 100 Kilometer wirkt sich dieser nicht nachteilig für die schlanke Linie aus. Weiter ging's. Nach der Stadt ging's 2,5 Km auf einer schnurgeraden Straße den Berg hinauf. Die längste Steigung des Tages und das am Ende der Tour. Super!!!

Und was passiert, wenn man über 100 Kilometer fährt? Die Unterkunft hat kein Zimmer mehr frei. Das scheint eine Gesetzmäßigkeit zu sein. Immer wenn man schon dringend eine Bleibe braucht, klappt es bestimmt nicht. Also noch eine Sonderschicht im Sattel.

Nach 106 Kilometer und 1300 Höhenmeter haben wir doch noch etwas richtig schönes gefunden. Ein altes Gehöft zu einem Restaurant mit Appartements umgebaut.

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Hier der Link: http://www.dvur-mice.cz/

Sind vor den Toren Prags. Morgen biegen wir aber ab Richtung Pilsen. Mal sehen, was uns da erwartet….

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Ach ja mein Abendessen: Schweinefleisch mit Kraut und böhmische Knödel. Unsere Reiseehre: wir kaufen und essen nur Einheimisches.  Nix Milka, nix Erdinger Bier, und so weiter.  Nur lokale Ware. Deswegen sind wir ja hier. 


Tag 5 - Himbeeren und Pils

Ja, gleich vorweg. Das Pils in Pilsen schmeckt. Wir haben es probiert. 

Waren grad in einem bekannten pilsener Lokal. War wie in einem Biergarten. Essen gut. Bier auch gut. Vorher sind wir sogar durch das Brauereigelände der größten Brauerei Pilsens geschlendert, der von “Pilsener Urquell”. Dort gibt es alles für den wahren Bierfreund.  Brauereiführungen, Biergarten, Livemusik, Brauereimuseum, Bierbad (ja, wirklich) und Souvenirladen. Ist so was wie das Altötting für den Bierliebhaber. Nach der Huldigung des Gerstensaftes kann man am Ende des Tages noch ein paar Devotionalien in Form von Gläsern, Krügen und Bierdeckeln einkaufen. 

Die Stadt ist sehr schön. Viele historische Gebäude, immer noch wird viel saniert. Tolle Kathedrale. Seht selbst. 

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Ja, aber dann noch der Bericht der Tour. Nicht die Tour de France.  Unsere Tour mit dem Rad durch Tschechien. 340 Kilometer und 4500 Höhenmeter haben wir schon.

In der letzten Nacht hat es stark geregnet. Heute bei Nebel gestartet. Es gab viele kleine Täler, in die es runter ging. Dann wieder rauf. Das gab's oft.
Mittags um 12 Uhr hatten wir schon Hunger. Warum das wohl?…
Da kam ein Busch mit wilden Himbeeren gerade recht, wie er so unschuldig am Straßenrand stand. Die Früchte waren gerade richtig reif. Da haben wir uns bedient. Wenn man bedenkt, dass ein kleines Schälchen bei uns im Supermarkt 2 Euro kostet, hat jeder Himbeeren im Wert von 5 "Euronen" verdrückt. Gut dass die Natur in diesem Fall keine Rechnung schreibt….
500 Meter weiter noch ein Kirschbaum…. na ja eine kleine Nachspeise.

Wie gestern gaben die Kornfelder eine unbeschreibliche Hitze ab. Nach 55 km Einkauf in einem Dorf. Wasser und zwei Salzstangerl (wie Brezenstangerl ohne Lauge). Jedes hat 10 Cent umgerechnet gekostet.

Dan gings weiter nach Pilsen. Am Ende schöner Radweg in die Innenstadt. Sind einigermaßen ohne schlimmen Verkehr ans Ziel gekommen. Hotel in der Nähe der Altstadt für 49,50 Euro das Zimmer. Günstig für die Stadt.

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Haben dann die Altstadt zu Fuß unsicher gemacht und viele Winkel erkundet. Junges Publikum und viele Einheimische sind hier. Fast täglich ein Musikfestival. Echt schön. 

Morgen geht es wieder aufs Land. Mögen wir fast noch lieber….
Aber eine Reise ist Pilsen allemal wert….


Tag 6 - Kirschen, Äpfel und Sonderkilometer

Heute der 5. Radltag. Es ging von Pilsen aus in südliche Richtung.

Erst ging es über schöne Radwege eben aus Pilsen hinaus. Nach 30 km dann erste Anstiege. Die gehen trotz des vielen Radelns der letzten Tage leicht vom Bein. Nach dem Einkauf in der Bäckerei (und dem Verzehr des Gekauften natürlich) ging's noch leichter.

Als wir dann noch einen der unzähligen Kirschbäume der Gegend geplündert haben und uns kurz darauf ein paar Kostproben eines Apfelbaumes einverleibten, flogen wir die restlichen Kilometer.
(Anmerkung: geplündert ist a bisserl übertrieben – man sah die paar Hand voll fehlender Kirschen gar nicht bei der Masse, die im Baum hing). Die Äpfel waren übrigens sog. Klaräpfel oder auch im Volksmund “Kornäpfel”. Diese sind jetzt schon reif. Es sind Sommeräpfel. Kornäpfel werden sie vermutlich genannt, wiel sie in noch nicht geerntete Kornfelder fielen. Der Apfel ist grünlich-weiß bis gelblich-weiß. Er stammt aus Lettland und kam Mitte des 19. Jhd. nach Europa. Gut geeignet ist er für Strudel, Muß oder auch als Tafelapfel. Er wird nach dem Aufschneiden sehr schnell braun und muss schnell gegessen werden. Was für und kein Problem darstellte…..

Am Ende der Tour war in unserem geplanten Etappenziel kein Zimmer mehr frei. So gab es noch eine 11 km Sonderschicht. Sind aber jetzt zufrieden in dem Ort Klatovy gelandet.

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Morgen geht’s weiter nach Westen, um uns der deutschen Grenze zu nähern. Bald ist die Woche rum. Wie schade….


Tag 7 - 38 Grad und Bergankunft

Dobry den und ahoi – noch aus Tschechien, 

Dieser Tag war heiß. Puh! Schon beim Aufstehen war es warm. Unsere tolle Unterkunft im Zentrum von Klatovy war urig. Frühstück gab es keines, dafür aber einen Bäcker gegenüber der Straße. In einem großem Hotel wäre der Weg zum Buffet weiter gewesen, als hier. Beim Bäcker gab's Kaffee und ein paar Leckerbissen. Beim Metzger nebenan ein paar Würste. Mit 6 Euro Ausgaben für uns beide sind wir mehr als satt geworden. 

Die Fahrt sollte uns heute der Grenze näher bringen. Bei über 30 Grad haben wir geschwitzt. Wir wären schneller gewesen, wenn wir nicht alle paar Kilometer Wasser nachkaufen hätten müssen.

Nach 35 Kilometern ging es dann dem deutsch-tschechischen Grenzkamm näher. Heißt, dass es jetzt noch weit bergauf ging.

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Wir sind einem der vielen beschilderten Radwegen gefolgt. In der Beziehung sind die Tschechen sehr fortschrittlich. Bis auf einmal die Beschilderung fehlte und wir querfeldein bei 38 Grad zwei Kilometer über ein Feld schieben mussten. Gut, das der Bauer alles gemäht hatte und wir über das Heu gehen konnten. Kein Wunder, dass aus Gras bei der Hitze Heu wird. Hätten wir noch etwas länger gebraucht,  wären wir auch verdörrt liegen geblieben. Also auf gut bayrisch: “dadiert” – hochdeutsch: gedörrt.

Weitere 10 Kilometer hatten wir dann das Tagesziel erreicht. Rybnik, ein Dorf in den Bergen, 4 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
Hier haben wir dann geschlemmt. Ist es doch unser Abschlussessen in diesem Urlaub. Es gab tschechische Hühnersuppe mit Nudeln, frischen Salat, Forelle blau mit Salzkartoffeln. Alles echt lecker. Anschließend noch Pfannkuchen und Apfelstrudel. Dazu das eine oder andere Bier und einen Becher (Erklärung folgt). Umgerechnet für 27 Euro. Müssen Werbung machen. Die Tschechen haben Umsatz verdient.

Ach ja, der Becher. Das ist so was, wie der tschechische Ramazotti oder der deutsche Jägermeister. Er heißt Becherovka. Der Likör wurde nach einer über Jahre geheim gehaltenen Rezeptur aus Kräutern und Gewürzen aus den britischen Kolonien und Alkohol von dem Apotheker Josef Vitus Becher in Karlsbad erstmals hergestellt und von seinem Sohn Johann Becher (1815-1896) weiter produziert. Der Erfinder hieß Becher, daher der Name Becherovka.

Haben wir doch wieder etwas für das Wissen über das Land weiter geben können.

Aber weil wir grad bei den Getränken sind. Eine Eigenheit in Tschechien ist das Kofola. Kofola wurde Ende der fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts entwickelt. Auf höchster politischer Ebene der ehemaligen Tschechoslowakei wurde damals entschieden, dass es eine Alternative zur im Lande nicht erhältlichen Coca-Cola und Pepsi-Cola geben sollte.
1960 wurde Kofola erstmals auf den Markt gebracht und während der siebziger Jahre entwickelte sie sich zu einem Gegenpol zum „kapitalistischen“ Getränk Coca-Cola. Nach dem Fall des kommunistischen Regimes im Jahr 1989 musste sich Kofola dem Wettbewerb mit ausländischen Süßgetränken stellen, denn das Land wurde von Coca-Cola und Pepsi-Cola geradezu überschwemmt. Kofola verschwand für einige Zeit völlig von der Bildfläche. Seit 1998 begann Kofola jedoch den Markt zurückzuerobern. Heute ist es wieder eines der am meisten verkauften Cola-Getränke in der Tschechischen Republik.
Das Erfolgsgeheimnis von Kofola liegt im einzigartigen Geschmack des KOFO-Sirups, der die Basis des Getränks bildet. Er besteht aus Kräuter- und Fruchtextrakten, ist koffeinhaltig und setzt sich aus 14 natürlichen Inhaltsstoffen zusammen. Diese geben dem Getränk seinen unverwechselbaren, erfrischenden Geschmack und das charakteristische Aroma. Im Vergleich zu den klassischen Cola-Getränken hat Kofola etwa ein Drittel weniger Zucker und nur halb so viel Koffein. Kofola enthält keine Phosphorsäure. Sie ist leicht mit Kohlensäure versetzt, lässt sich problemlos auch in größeren Mengen trinken. Praktisch ohne nach jedem Schluck aufzustoßen…. 
Unser Lieblingsbier ist übrigens das Gambrinus. Der Name soll als Symbol für Erfinder des Bieres stehen.
Bei den europäischen Bier-Historikern herrscht allerdings Uneinigkeit. Es kommt ja recht selten vor, dass man für eine erfundene Geschichte gleich mehrere historische Personen zur Hand hat. Bei Herrn Gambrinus ist das aber so. Da gibt es manche, die behaupten, Gambrinus sei der Leib-Bierbrauer Karls des Großen gewesen. Der hätte also im 9. Jahrhundert gelebt. Die zweite Gruppe möchte ihn als »Jan Primus« sehen – zu deutsch: Johann I. Der war im 13. Jahrhundert ein flämischer Adeliger. Die dritten peilen einen anderen »Jan Primus« an, der im 16. Jahrhundert König von Flandern und Brabant war.
Dass keiner von ihnen das Bier erfunden hat – darüber brauchen wir hier nicht weiter zu sprechen. Es dürften die Sumerer im mesopotamischen Raum gewesen sein. Auch bei den alten Ägyptern gab es Bier (vermutlich von den Sumerern angeschaut, die Schlingel). Bei den Römern hieß es Cervisia (kennt man aus den Asterixheften). Die Kelten kannten das Bier unter dem Namen Korma.
Wieder was gelernt.

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Tag 8 - Knoblauchsuppe zum Frühstück

Schlussetappe. Wir sind früh um 7 Uhr auf und gehen zum Frühstück in unserer Unterkunft in Rybnik. Sensation, was da alles angeboten wird. Neben Wurst, Käse, dem üblichen gibt es frische Früchte und Suppe – ja, es gibt Knoblauchsuppe zum Frühstück.
4 Kilometer auf einem kleinen Sträßchen bringt und nach Deutschland. Dann noch 35 Kilometer zu Elkes Eltern. Das Grillfleisch hat schon auf uns gewartet….
Gesund und glücklich heimgekehrt, das ist das Wichtigste!

Abrechnung:

535 Kilometer

7125 Höhenmeter

31 Stunden Fahrzeit