KROATIEN 2014

Radreise durch Dalmatien in Kroatien im September 2014


BEST OF KROATIEN 2014

der Urlaub ist vorbei und wir schwelgen noch in Erinnerungen an diesen schönen Urlaub. Es war ein Urlaub der Gegensätze. Zum einen das mediterrane an der Mittelmeerküste und die Wärme, die uns in Deutschland im Sommer oft gefehlt hat. Zum anderen das Hinterland Kroatiens mit seinen gewaltigen Nationalparks, den Wasserfällen, den überaus netten Menschen dort und dem schon kühlen Kontinentalklima um diese Zeit. Dazwischen das Velebitgebirge, die Klimatrennwand Kroatiens, mit seinen beeindruckenden Bergen, die wir aus den Karl-May-Verfilmungen der 60er Jahre kennen

Hier die Best-Of-Gallerie, die ich nicht vorenthalten will.

 

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Aber erst der Reihe nach.... Hier die unser Tagebuch.....


KROATIEN – WIR KOMMEN
 

Jetzt ist es bald soweit. Am Samstag, den 13.09.2014 geht die Reise los. Zwei Wochen durch das Hinterland Kroatiens, entlang der Küste und über einige vorgelagerten Inseln.

Wir fahren zuerst in die Nähe der Plitvicer Seen. Dort wo viele Szenen der alten Winnetou-Filme gedreht wurden. Die Landschaft mit den vielen Seen die mit malerischen Wasserfällen miteinander verbunden sind, muss traumhaft sein.

Dann werden wir an die Küste “reiten” und uns über die Inseln Pag, Nin und noch ein paar nach Süden schlagen. In der Nähe von Sibenic werden wir über das Hinterland zurück nach Norden fahren. Auf dem Weg werden wir uns noch den Nationalpark Krka ansehen.

Viele Tagesreisen liegen vor uns. Auf in den Sattel….

Silberseetour


13.09.2014 - So ein Sommer….

Auch wenn heute die lange Autofahrt auf dem Programm stand. Wir haben erst einmal ausgeschlafen. Das ist Urlaub.

Gegen 11 Uhr Vormittags ging es los. 650 Kilometer im Auto und das bei Regen. Ob das Wetter heuer noch mal besser wird? Aber vielleicht haben wir ja Glück. Wer unsere Reise im Juli in Tschechien mitverfolgte hat mitbekommen,  dass wir dort sensationelles Wetter hatten, vermutlich die einzige durchgängig schöne Woche in diesem Sommer. Deswegen behaupte ich auch, das der Sommer gar nicht so schlimm war wie alle gesagt haben. Ja, ja, mit der Meinung bin ich ziemlich allein. Zugegeben, der August war nicht grad stabil. Die Sonne schien jeden Tag – allerdings meist nur über den Regenwolken. Und was wir an Geld gespart haben, diesen Sommer? Sonnencreme hab ich jedenfalls keine kaufen müssen. Biergartenaufenthalte waren auch eher selten….

Aber jetzt muss Schluss sein mit dem Schlechtwetter. Daher hoffen wir, dass wir wieder das Massel haben, dass diese beiden Wochen schon werden.

Hinter dem Alpenhauptkamm wurde der Regen weniger. Wir schöpfen Hoffnung. Doch warm ist es nicht gerade. Wir sehen viele Flüsse, die über die Ufer getreten sind. Die starken Regenfälle der letzten Zeit haben jede Wiese in einen See verwandelt. Als wir um 18 Uhr ankommen fragen wir gleich nach der Prognose für die nächsten Tage. Es soll besser werden, aber langsam. In den Bergen eher kälter als am Meer. 

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Ja, jetzt überlegen wir gerade wie wir morgen die Tour starten. Eigentlich habe ich geplant, morgen zu den Plitvicer Seen zu fahren und von dort ein paar Tage später weiter Richtung Meer. Es könnte aber Sinn machen, gleich zur Küste zu fahren.
Das heißt den zu Hause erdachten Plan über den Haufen zu werfen u d das noch bevor wir eine Kurbelumdrehung gemacht haben. Macht nix, im improvisieren kennen wir uns ja aus….

Wird schon. Morgen früh sehen wir erst einmal aus dem Fenster.  Dann schauen wir weiter.

Ach ja, grad waren wir noch beim Essen. Ca. 10 Kilometer von unserer Unterkunft entfernt, dort wo es keine Straßenlaternen mehr gibt. Dort hat sich sicher schon länger kein Tourist mehr her verirrt.  Aber das Essen war sensationell lecker. Wir hatten Forelle mit Speck und Pflaumen. Dazu leckeren Krautsalat. Der Wahnsinn. Die besten Sachen gibt es oft im hintersten Winkel. Ich verrate jetzt nicht wo wir genau waren. Soll ja ein Geheimtipp werden. Ähhhh,… für eine Brotzeit oder eine ähnliche Bestechung lässt sich darüber reden….


14.09.2014 - WETTFAHRT MIT DEM REGEN

Aufbruch in Otocac. Im Ort finden sich noch vom Kroatienkrieg gezeichnete Häusern. Die Fassaden sind zum Teil mit Einschusslöchern übersät. Im Krieg, der von 1991 bis 1995 wütete, war in dieser Gegend die Frontlinie.

Nachdem der Himmel voll dunkler Wolken hängt,  stellen wir unseren Plan tatsächlich um und werden zur Küste vordringen, weg vom kühlen Wetter im Landesinneren. Zuerst fahren wir auf Straße nach Perusic über einen kleinen Pass. Die Straßen sind so ruhig, dass wir die meiste Zeit nebeneinander fahren können.
Wir sehen das Tal überschwemmt. Der sicher sonst ruhige Fluss Gaka ist statt ein paar Meter oft hundert Meter breit. Jede Wiese steht unter Wasser. Es sickert im Moment nichts mehr weg. Es dauert sicher noch Tage bis das Leben hier wieder seinen normalen Gang geht.

Von Perusic schlagen wir einen kleinen Umweg über eine Nebenstraße ein. Hier ist es noch ruhiger und wir genießen die Natur.

In Smiljan halten wir für eine bayrisch-griechisch-südamerikanische Brotzeit. Einfach gesagt vertilgen wir die Restvorräte von der Herfahrt gestern – eine Breze mit Oliven und einer Banane.
Die Brotzeit nehmen wir auf dem Gelände der Gedenkstätte von Nikola Tesla ein. Er ist eine kroatische Berühmtheit. Er war Physiker, Erfinder und Elektroingenieur und arbeitete eine Zeit Thomas Edison, später alleine. Er gilt als Erfinder des Wechselstroms. Mit seiner eigenen Firma hat er sich einige Patente erarbeitet,  z. B. für die Konvertierung von Gleichstrom zu Wechselstrom. Die kalifonische Firma Tesla Motors, welche den gleichnamigen Elektrosportwagen produziert, hat ihn als Namenspatron ausgewählt.

Als wir gerade beim Essen sind, fängt es an zu Regnen. Also gleich weiter. Vielleicht schaffen wir es den Regen zu entwischen. Nach 10 Minuten sind wir unter den Regenwolken durchgeschlüpft und fahren trockner Kurbel weiter.

Dann geht es den zweiten Pass, den Baske Ostarije, rauf. Der ist schon ein anderes Kaliber als Pass 1 heute. Die schwarzen Wolken holen wieder auf. Einen Kilometer vor dem höchsten Punkt haben sie es geschafft. Wir ziehen unsere Regenmontur an. Jetzt sehen wir aus wie zwei Motorradfahrer. Weiter geht’s. In der Abfahrt bekommen wir wieder einen Vorsprung und entledigen uns der wasserdichten Kleidung. Jetzt geht es nur noch abwärts.  900 Höhenmeter wollen vernichtet werden. Wir sehen das Unheil aber in Form einer dicken, schwarzen Regenwolke schon kommen. Es ist eine andere, als die, welche wir gerade abgeschüttelt haben. Also wieder rein in die Gore-Tex-Sachen. Dann erwischt es uns richtig. Die Kleidung hält,  nur einen Schnorchel hätte ich noch gebrauchen können. Am Meer in Karlobag angekommen halten wir. Nach einer halben Stunde ist die Sonne wieder da.

Wahrscheinlich wären wir ohne eine Tropfen abzubekommen, hier her gekommen, wenn ich nicht alle 5 Minuten für einen Film oder ein Foto gehalten hätte….

Elke fragt mich, ob wir heute noch bis nach auf die Insel Pag kommen konnen. Eine Fähre würde heute noch gehen. Aber dann sind nach unseren 88 Kilometer von heute noch mal 25 zu fahren. Deswegen beschließen wir, hier zu bleiben. In einer Gaststätte bekommen wir ein Zimmer und Essen. Die Welt ist wieder in Ordnung. Wir sprechen mit einer Frau im Dorf. Sie beklagt auch das Sommerwetter. War anscheinend in ganz Europa so…

Morgen ist auf jeden Fall Campingwetter. Wir haben brav aufgegessen. Jetzt kann nix mehr schief gehen….

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15.09.2014 - SONNE AUF DER INSEL

Heute sind wir mit der Fähre auf die Insel Pag übergesetzt. Gute Wahl. Über den Bergen des Festlandes waren schon wieder üppige Wolken aufgefahren.
Pag ist auf seiner Ostseite karg. Kein Grashalm wächst hier. Es ist eine bizarre Landschaft. Über einen kleinen Pass sind wir auf die Westseite gefahren. Dort gibt es auch wieder Vegetation. Wir sind bis an die nördlichste Spitze der Insel geradelt. 20 Kilometer in die eine Richtung mit der Aussicht alles wieder zurück zu fahren. Die Strecke war ein einziges auf und ab. Das war zäh… vor allem der Gedanke an die Rückfahrt.
An der Nordspitze der Insel befindet sich die Ortschaft Lun. Schöner schnuckeliger Hafen mit ein paar Restaurants und Cafés. Dort gibt es auch ganz alte Olivenbäume. Über 1000 Jahre sollen sie alt sein.
Wir kehren natürlich nicht ein… warum auch…wir sind ja erst 60 Kilometer und 750 Höhenmeter unterwegs….
Mit zwei Keksen und etwas Saft gestärkt geht es die 20 Kilometer zurück. Es geht erstaunlich gut. Viel Essen hätte den Magen nur unnötig belastet….
Nein, wir sind nicht auf Diät. Ich mach ja nur Spaß. Jetzt am Abend haben wir uns auf einen Campingplatz eingemietet und haben im Restaurant eine riesige Pizza verdrückt….
Trotzdem erstaunlich, dass man den ganzen Tag mit zwei Keksen 80 Kilometer und 1000 Höhenmeter mit einem 35-Kilo-Fahrrad radeln kann. Wenn ich im Büro sitze, knurrt mein Magen spätestens ab 11 Uhr Vormittags…. Wie passt das zusammen?

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16.09.2014 - VON PAG NACH NIN
Heute gab's Frühstück auf dem Campingplatz. Es gibt eine Bäckerei.  Da standen gut und gerne 30 Leute an. Macht nix. Wir hatten Zeit. Die Sachen waren sehr gut. Dazu ein leckerer Milchkaffee an der Strandbar. So was ist Urlaub.

Dann stiegen wir aufs Rad. Die nächsten 80 Kilometer warteten. Das ist auch Urlaub – auch wenn's nicht jeder glaubt.
Auf der Insel Pag fuhren wir in südlicher Richtung. 15 Kilometer davon auf einer Schotterpiste. Da hatten wir Ruhe. Das Städtchen Pag haben wir uns dann angesehen. Ist bekannt für seine Spitzenherstellung. Apropos berühmt: Die Insel Pag ist berühmt fur seinen Käse:
Hier die Erklärung im Internet: Der Käse wird aus der Milch der Pager Schafe gewonnen, einer besonderen kleinwüchsige Rasse, die mit den kargen Lebensbedingungen gut zurecht kommt. Die Schafe ernähren sich von den vielen auf der Insel wachsenden Kräutern (auf einer Fläche von 10.000 m² wachsen hier etwa 260 verschiedene Gräser und Kräuter, darunter Salbei und wilder Fenchel), da es fast kein Gras gibt. Diese Kräuter sind zudem noch sehr salzhaltig. Zu guter letzt erhält der Käse dann die letzte Würze durch die 4-6 monatige Reifung an der frischen Pager (salzhaltigen) Luft. Ein Nebenprodukt bei der Herstellung des Pager Käses ist die Skuta, ein Frischkäse, ähnlich der italienischen Ricotta.
Das Zusammenspiel dieser vielen verschiedenen Komponenten hat einen Käse geschaffen, der wohl einmalig auf dieser Welt ist, und von den wenigen auserwählten Gourmettempeln weltweit in Städten wie Paris, New York oder Tokio an seine Fans verkauft wird.

Komisch,  wir haben die Insel von einer Spitze bis zur anderen gesehen. Aber wir haben nur ein eine handvoll Schafe erblickt. Wo sind die denn hin? Von was für Milch wird der Käse denn hergestellt? Vielleicht um diese Zeit schon ein Almabtrieb…. äh Inselabtrieb. Oder doch nur eine Marketingmasche für die Touristen? Von den gerichteten Schafen kann nicht einmal der Käse für die Einheimischen hergestellt werden… Es bleibt für uns ein Rätsel.

An der Südspitze Pags befindet sich eine grandiose Brücke, welche die Insel mit dem Festland verbindet. Kurz vor der Brücke überholt uns eine Gruppe Rennradler. Sie grüßen freundlich. Ich will aber mehr erfahren. Schnell sprinte ich hinterher. Schnell habe ich aufgeschlossen und beginne einen Plausch mit einem der Radler. Er schnauft und der Schweiß rinnt über das Gesicht. Sie sind zu dreizehnt, kommen aus England und fahren von Pula/Istrien nach Dubrovnik. Für das Gepäck haben sie einen Van. Ich witzle, dass wir das nicht haben und deute auf mein Gepäck. Wir lachen alle.

An der Brücke halten wir zu, fotografieren. 10 Kilometer später haben wir sie wieder eingeholt. Sie feuern uns aufmunternd an.

In Nin angekommen sehen wir uns die kleinste Kathedrale der Welt an. Überhaupt ein schöner Ort. 

Hinter Nin haben wir uns einen kleinen Campingplatz in Privlaka gesucht. Die Rezeption hatte zwar schon geschlossen, der herangerufene Besitzer meinte, wir sollen uns einfach einen Platz aussuchen und morgen kommen…. Er hat auf jeden Fall Vertrauen. 

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18.09.2014 - Arbeitsetappe und tolle Genüsse
Hallo liebe Leser,

Ich hab mal einen Tag Pause gemacht. Was gab es denn? Wir sind gestern nach Zadar und von dort auf die Insel Uglian übergesetzt.  Nachdem wir die nördlichen Stellen der Insel erkundet haben, fuhren wir nach Süden, bis die Insel aus war. Eine Brücke verbindet die Insel mit der nächsten, der Insel Pasman… keine Angst wir wollen nicht alle abklappern. Das gelänge uns eh nicht. Es gibt hunderte….

Am Südende dieser Insel Übernachtung auf einem Campingplatz. Dann Schock. Wo sind die Ausweise? Nach hin und her überlegen wussten wir, dass wich diese am Morgen beim letzten Campingplatz nicht zurück bekommen habe. Nach einem Telefonat stellte sich das als richtig heraus.

Also auch Planänderung für unsere Tour. Man muss das beste daraus machen. Heute mit der Fähre übersetzen nach Biograd (hätten wir ohnehin gemacht). Dann aber gleich in einer Unterkunft einchecken und das Gepäck deponieren. Und weiter mit dem Rad ohne die 22 Kilo Gepäck (fährt sich doch leichter) zum Ausweis holen. Sind ja einfach nur 55 Kilometer…  Also 110 km Tagesetappe. Das ist ein gutes Training. Man muss einfach den Nutzen sehen.

Auf dem Rückweg waren wir noch mal in Zadar. Heute war Wochenmarkt und wir kauften uns herrliche Früchte (Feigen, Mandarinen, Äpfel). Dazu eine  Pager Käse, von dem wir ja wissen, ob…. na wir berichteten ja. Eines kann man sagen: gleich wo er herkommt, er schmeckt herrlich. Ach ja, die Mandarinen: die waren eher gelb-grün als Orange. Aber sie waren lecker süß. Bei uns bekommst du orange Mandarinen. Die sind sauer. Hier grüne,  die sind süß.  Manchmal versteht man die Welt nicht mehr… wahrscheinlich bekommt man diese Mandarinen bei uns nicht, weil sie Farbvorgabe der EU nicht einhalten. Vermutlich muss da eine Mandarine Ral0815 haben, sonst ist nix mit Export….

Nach unserer Rückkehr uns der Besitzer des Hotels nach der Tour gefragt. Er konnte kaum glauben, dass wir die vielen Kilometer so schnell abgespult haben. Darauf musste er uns gleich einen Schnaps ausgeben. Er schmeckte herrlich, verfehlte aber nach einer solchen Tour und nur einem Schokocrossoint in der Früh seine Wirkung nicht. Dabei redeten wir über das Leben in Kroatien, die Gegend, den Krieg und noch so allerlei. Genau deswegen machen wir Urlaub auf diese Weise. Um mit den Menschen in Kontakt zu kommen und aus erster Hand von der Lebensweise zu erfahren. Bei einem Schnäpschen plaudert es sich dabei einfach besser.

Unser Hauswirt gab uns noch eine Empfehlung für ein Restaurant. Gute Wahl. Gegrillter Fisch und unser geliebter, kroatischer Krautsalat. Als Vorspeise dalmatinischer Schinken. Einfach toll.

Jetzt liegen wir im Bett. Ab morgen ist wieder Zelt angesagt. Wir freuen uns auf alles….

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19.09.2014 - SÜDLICHSTER PUNKT -SIEBENIK
Heute haben wir Biograd in südlicher Richtung verlassen. Für morgen ist sehr schlechtes Wetter angesagt. Wir überlegen bis kurz vor Split zu fahren. An der Küste könnte das Wetter noch am besten sein. Der Zielort heißt Trogir. Bis dahin werden es 110 Kilometer sein. Eine weite Strecke nach der gestrigen Etappe. Wie wäre es mit einem Ruhetag. Ruhetage werden total überbewertet…

Vorbei an der Insel Murter erreichten wir Vodice. Es waren bis dahin 30 Kilometer und es war ganz schön zäh. Poah, ich brauch einen Ruhetag….
Weiter 18 Kilometer nach Sibenik. Tolle, historische Stadt. Teilweise waren die Gassen so Eng, dass wir kaum mit unseren Rädern mit den Gepäcktaschen durchkamen. Sibenik hat eine Kathedrale,  die als Weltkulturerbe der UNESCO registriert ist.
Hier der Link zu diesem Bauwerk:

http://www.ask-enrico.com/index.php/sibenik?start=1

Jetzt weiter. Ziel der Krka Nationalpark. Nachdem wir die Plitvicer Seen am Anfang unserer Tour ausgelassen haben, werden wir morgen (sofern das Wetter mitspielt) eine Wanderung dort machen und die einzigartige Naturlandschaft genießen. Radlfrei haben wir dann morgen auch…. Also ein echter Ruhetag. Wandern zählt da nicht. In der Medizinersprache heißt das aktive Erholung. Ein toller Begriff.

Auch hier wurden Winnetou Filme gedreht. Winnetou1 zum Beispiel.
Wer ein paar Bilder sehen möchte…. hier ein Link:

http://www.aufwinnetousspuren.at/drehortekroatien/html/krka.html

Und hier zum Nationalpark selbst:

http://www.krka24.net/

Mal sehen was ich morgen berichten kann….

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20.09.2014 - KRKA NATIONALPARK – DIE GRANDIOSEN WASSERFÄLLE

Heute war ein echter Ruhetag. Also ein Radlruhetag. Wir wussten von den miserablen Wetterprognosen. Wir sind ja bereits gestern in Krka angekommen und wollten dieser Tage eine Wanderung im Nationalpark machen.

Schon ab 8 Uhr Regen. Um 9 Uhr steigen wir in den Bus und lassen uns nach Skradin bringen. Dort Regen wie aus Kübeln. Durch die Gassen flossen 2 Zentimeter hohe Bäche. Nach Besichtigungen der Kirche und der Festung waren wir schon gut nass. Also ab in die Bar. Der Tag ist noch lang. Nach zwei Kaffee fuhren wir mit dem Schiff in den Nationalpark. Auf einmal hörte der Regen auf. Wie passend.

Dann erlebten wir eine tollen Nachmittag und genossen die gewaltige Kulisse der unzähligen Wasserfälle. Waren wir doch noch auf den Spuren der alten Winnetou Filme. Dort wurde 1963 “Winnetou 1″ gedreht. Außerdem noch weitere 3 Karl-May Filme. Die Landschaft ist wirklich beeindruckend. Zwischen 50.000 und 300.000 Liter pro Sekunde Wasser kommen durch die Schlucht. Ein Wahnsinns Erlebnis. Im Sommer besuchen täglich 10.000 Besucher den Park. Heute haben wir ihn fast für uns alleine. Was für ein Glücksfall. Und durch die brutalen Regenfälle sind die Wassermassen noch beeindruckender als sonst.

Den Heimweg machen wir zu Fuß und nehmen den Weg vorbei an der verlassenen Aluminumfabrik von Lozovac. Seit Jahren verlassen sieht es unheimlich aus. Auf dem weiteren Weg durch die Prärie entdecken wir viele Wildkräuter. Rosmarin in Hülle und Fülle, Salbei,  wilder Fenchel und viele Minzsorten. Eine hatte ganz kleine Blätter, war aber extrem intensiv.

Abends gab's noch einen leckeren Fisch vom Grill des Campingplatzes. Ein Geheimtipp. Nur wenige Gerichte stehen auf der Karte und die sind gut. Ehrliches Essen. Da könnten sich viele Restaurants eine dicke Scheibe abschneiden.

Ein echt toller Tag….. hier ein paar Bilder

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21.09.2014 - SLALOM DURCH DIE WOLKEN

Heute eine Etappe der Kontraste. Erst noch Regen am Campingplatz Krka. Um halb 10 Uhr auf nasser Straße los. Erster Stopp in Skradin, Ausgangspunkt für den Besuch der Wasserfälle. Stopp für ein Frühstück. Die Bäckereiverkäuferin kennt uns schon von gestern, allerdings mit Regenklamotten. Leichter Nieselregen. Weiter aus der Bergregion heraus.

Unser Ziel heute ist Novigrad am Novigradsko (so heißt der kleine Binnensee, an dem die Stadt liegt). Dazu aber später.

Erst fahren wir durch fruchtbare Täler. Überall Weinreben, Feigenbäume, Wildkräuter, Granatäpfelbäume, Olivenbäume,  Wallnussbäume und und und… Es riecht herrlich. Die Häuser in der Gegend sehen stattlich aus. Jeder baut Gemüse an. Eine tolle Gegend.

Später, wir sind in der Nähe von Benkovacko, wechselt die Landschaft ihr Bild. Die Felder sind nicht mehr gepflegt.  Die Hälfte der Häuser verfallen allmählich. Nur wenige Häuser und Gärten sind so in Schuss wie noch vor 10 Kilometer. Wir näheren uns der Gegend, die im Kroatienkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen wurde. Manche Häuser verfallen vermutlich, weil ihre Bewohner nicht mehr hier wohnen….

Hin und wieder leichtes Tröpfeln. Vielleicht kommen wir trotz schlechter Wetterprognosen dem Regen aus. Den dunklen Wolken weichen wir einfach aus.

Weiter erreichen wir einen Bergrücken, der uns den hohen Bergen näher bringt. Wieder Nieselregen. Aber nur ein paar Tropfen. Dafür ist es den ganzen Tag schwül. Alles klebt. Dafür tolle Sicht auf Novigrad.

Morgen sieht es ganz schlecht mit dem Wetter aus. Also in ein Hotel fur günstiges Geld einchecken.

Jetzt sitzen wir grad in der Bar und lassen nach einem renovierski und friesierski im Zimmer den Tag ausklingen. Hier im Ort gibt es keine Touristen. Wir versuchen uns mal an der Sprache. Ist gar nicht so leicht. Aber nach ein paar Bierski würden die Wortski schon bessersko über die Lippskis gehen. Gleich geht’s zum Essku mit vielen Schmakatzki. Morgen dann ausspannski und kein Steski…

Übermorgen sehen wir dann schon, wie es bis zum Wochenende weitergeht. Hängt a bisserl vom Wetter ab. Eine Möglichkeit wäre über das Velebitgebirge zu fahren. Könnte aber sakrisch kalt werden. Oder wir fahren ins Landesinnere und sogar noch eine Tagestour nach Bosnien. Die Zeit wird es schon bringen….

Dobre Vecer

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22.09.2014 - RUHETAG

Heute Ruhetag wegen Regen. 

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Dann am Nachmittag wieder gutes Wetter.

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Leider jetzt noch mal Regen um 23 Uhr.  Wird aber bis morgen werden.


23.09.2014 - ALI ALAN UND DIE HERBERGSSUCHE

Heute gab's ein weiteres Highlight in unserem Urlaub. Den Pass Mali Alan. Sein Bau war seinerzeit ein Meisterwerk der Baukunst. Er überquert nördlich von Novigrader Binnensee das Velebitgebirge.

1044 Höhenmeter geht’s nach oben. 500 asphaltiert,  der Rest grober Schotter.  Bis zum Anstieg hatten wir schon ein paar hundert Höhenmeter eingesammelt. Als es auf die Schotterpassage ging, wurde es zäh mit unserem Gepäck zu fahren. Da es auf der ganzen Strecke nichts einzukaufen gibt, mussten extra Wasservorräte mit. 3 Kilo Zusatzgewicht zu den 22 kg Gepäck,  dazu noch eine Brotzeit für unterwegs…. wir wollen es uns ja gut gehen lassen….

Die Blicke auf das Gebirge entschädigten auf jeden Fall. Mann, was für eine gewaltige Sicht. Kein Wunder, dass hier auch allerhand Szenen für die Karl-May Filme gedreht wurden. Jeden Tag sehen wir die Winnetou Kulissen. Ich träume schon von den Apachen….
Ich sehe im Traum Old Shatterhand durch die kroatische Prärie reiten, ich nebenher mit meinem Gepäck. Dabei frage ich den harten Hund Old Shatterhand,  ob er nicht auch lieber einen Helm aufsetzen will…
Dann treffen wir Winnetou, der ganz begeistert von meinen Klickpedalen ist. Er will sie auch bei seinem schwarzen Hengst installieren….
Puh… ich erwache aus meinem Tagtraum am Anstieg zur Passhöhe.  Nur Elke ist zu sehen.  Weit vor mir, da ich alle paar Meter anhalte für noch ein Bild.

Oben bläst die Bora, der hier bekannte Wind.  Es wird lausig kalt. Ich frage mich ob Winnetou in seinen Mokassins nicht friert,  aber er ist ja nicht wirklich da…..

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Genau an der Stelle waren wir heute auch. Bilder von uns zum Beweis werden nachgereicht….

Dann die Abfahrt nach Sveti Rok. Mann, ist das kalt. Meine warmen Handschuhe befinden sich ganz unten im Gepäck. Hätte ich sie heute früh nur rausgenommen. Jetzt bin ich zu faul. 500 Höhenmeter Downhill auf 10 Kilometer. Das dauert,  man will es nicht glauben. Der Thermometer zeigt nur noch 8 Grad. Unten im Tal gibt’s eine Pension mit Restaurant. Doch als wir ankommen – die Enttäuschung. Sie hat geschlossen. Die Besitzer sind ein paar Tage ans Meer. Jetzt wo die Saison zu Ende ist, kommen eh keine Gäste. Tja, was nun? Weiter 15 Kilometer nach Gracac. Kommen wir heute wieder über 80 Kilometer und sammeln 1400 Höhenmeter.

Gracac war im Kroatienkrieg von den Serben 1991 eingenommen worden. 1995 wurde das Gebiet von der kroatischen Armee zurück erobert. Die Vertriebenen kamen zum großen Teil wieder zurück. Sie fanden ein Trümmerfeld vor. Auch heute sieht man noch an vielen Häusern die Einschüsse von Kugeln und Granaten. Die historische Kirche wurde wie fast alle in der Gegend gesprengt. Viele Häuser verfallen, weil ihre ehemaligen Besitzer nicht mehr zurück gekommen sind. Viele sind aber herrlich in Schuss gebracht. Wie mag es hier gleich nach dem Krieg ausgesehen haben, wenn es jetzt noch so gespenstisch wirkt? Traurig. Und das ist noch nicht lange her. Auch schon über den Pass und hier im Tal weisen Warnschilder hin, die Straßen und Wege nicht zu verlassen. Die Gegend wurde im Krieg vermient….

Die Leute hier sind extrem nett. Wir sind in einer privaten Unterkunft
untergekommen. Campen im Mienenfeld war nix für heute. Mit a bisserl Brotzeit aus den örtlichen Läden machen wir es uns jetzt gemütlich…

Morgen geht es… wir wissen es noch nicht… wir genießen die Freiheit. 


24.09.2014 - BÄREN UND HAGEBUTTEN

Der Weg führte uns heute von Gracac nach Plitvice. Morgen möchten wir uns den Nationalpark mit seinen Wasserfällen und Seen anschauen.

Die heutige Strecke war lang. 100 Kilometern und 765 Höhenmeter waren kein Pappenstiel. Es ging aber doch locker. In der Früh hatte es sage und schreibe 2 Grad. Der Herbst ist in Kroatien angekommen.

Zu Beginn der Strecke fuhren wir durch Orte, die auch vom Krieg noch viele zerstörte oder demolierte Häuser aufwiesen. Da schaudert es einen immer, da man daran denkt, dass sich das vor nicht mal 20 Jahren ereignet hat.

Noch was Tragisches in meinem heutigen Bericht. Wir haben einen kleinen, jungen Bären gesehen. Eigentlich ein Grund zur Freude, wenn der Kleine nicht tot am Straßenrand gelegen hätte. In Kroatien sollen noch ca. 600 bis 700 Braunbären leben. So ein putziges Kerlchen. Leider wurde er angefahren und hat nicht überlebt. Schön wäre es, einen Bären hier in freier Wildbahn zu sehen. Ich würde ihn natürlich gleich filmen…. Wir haben von einer Bärenstation für mutterlose Jungbären gelesen. Sie befindet sich nur 15 km von unserem abgestellten Auto entfernt. Vielleicht statten wir den kleinen Meister Petz’n auf der Rückfahrt einen Besuch ab.

Jetzt aber wieder zu was Fröhlichem. Auf dem Weg haben wir einen privaten Verkauf von Honig und Käse entdeckt. So viele Tage müssen wir das Halbkiloglas ja nicht mehr rumfahren. Also einen kroatischen Kastanienhonig gekauft. Auch der Käse war zu verlockend. Haltet Euch fest: Mischung aus Ziegen- und Schafsmilch. Der Laib wurde geräuchert. Mehr als 750 Gramm hat das Radl Kas. Das wollte unbedingt mit uns mit….
Bei einer kleinen Rast mussten wir gleich probieren. Schon der Duft wie ein guter Holzofen riecht. Und der Geschmack…. Wahnsinn. Schade dass man kein Stückchen zum Probieren hochladen kann… aber eigentlich ist mir das sogar lieber. Bleibt uns das ganze Stück. So einfach können die Freuden des Tages sein.

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Etwas was wir leider nicht auf dem Weg probieren können, sind die überall wuchernden Hagebutten. Sie wachsen fast wie Unkraut an Wegesrändern und auf Feldern. Sie sind tiefrot und sehen aus wie aus der Marmeladenwerbung. Aber im Ernst: Wenn wir die Hagebutten, die wir am Wegesrand gesehen haben, alle eingesammelt hätten, könnten wir eine Tee- und Marmeladenfabrik aufmachen….

Wir sind jetzt etwas nördlich von Plitvice auf einem Campingplatz gelandet. Morgen geht’s in den Nationalpark. Da werden wir den ganzen Tag umher wandern…. mal schauen,  ob ich den “Schatz im Silbersee” finde…. (wurde hier gedreht).


25.09.2014 - NATIONALPARK PLITVICER SEEN

Heute mache ich es mir einfach. Wir waren im Nationalpark Plitvicer Seen. Es war kalt und hat ab 12 Uhr fast immer geregnet. Aber wenn man sich eine so tolle Naturlandschaft voller Seen, Kaskaden und Wasserfälle ansieht, passt es irgendwie dazu.

Die Finger sind jetzt zu klamm zum Tippen. Deswegen heute nur ein paar Links zum Nachlesen, wo wir uns rumgetrieben haben….

Link zum Nationalpark: http://www.np-plitvicka-jezera.hr/de/

Link zu Wikipedia: http://de.m.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Plitvicer_Seen

Eines kann ich aber noch vermelden: es ist gewaltig, was die Natur hier geschaffen hat.
Den Schatz im Silbersee haben wir leider nicht gefunden…. obwohl er hier versteckt sein müsste….

Jetzt muss ich sofort in den Schlafsack. Zwar zeigt sich der Sternenhimmel, dafür hat es nur 6 Grad.
Morgen wieder mehr Neuigkeiten, wenn wir uns wieder warm geradelt haben….


26.09.2014 - DIE RÜCKKEHR ZUM AUTO UND EIN ÜBERRASCHENDER TAGESAUSGANG

Das war noch mal ein Tag. Nachdem uns in der Nacht der Schlafsack wieder halbwegs aufgewärmt hat ging's heute bei 8 Grad wieder aufs Radl…. brrrrrrrr. Der Winter ist da!

Von Plitvice ging es zurück zum Auto in Otocac. Schade ist es schon,  heißt es,  dass der Urlaub langsam zu Ende geht.

Die Strecke war 67 km lang. 1200 Höhenmeter gab's dabei. Nach 2 Wochen sind die Haxerl schon ganz schön müde geworden.

Wir haben eine schöne und verkehrsarme Route gewählt. Das tat gut. Wir kamen durch Orte, in denen sich kein Tourist verirrt. Alle Menschen, die uns sahen, winken uns zu.

Während der Fahrt sammelten wir Hagebutten. Täglich sind wir an so vielen Sträuchern vorbei gefahren. Eine ganze Tüte voll ist es geworden. Da wird es zu Hause leckeren Tee und Sirup geben.

Bei der Ankunft an unserer Pension winkt und lacht die Vermieterin gleich aus dem Fenster. Sie hat in unserem Zimmer schon eingeheizt. Wir sind begeistert. Sie hat uns wohl bereits erwartet.

Abends fuhren wir in das kleine Bergdorf Kuterevo. Dort wo wir am Samstag die Bärenstation besichtigen wollen. Da dort eine urige “Boatzn” (bayrisch für gemütliche, ursprünglich erhaltene Einkehrstation) sein soll, beschlossen wir gleich hier zu essen. 
Und das ist ein echt netter Abend geworden. Der Wirt servierte zur Begrüßung erst mal Slibowitz. Wir setzten uns auf die urige Terrasse. Trotz der Kälte war es gut auszuhalten. Sie haben einen offenen Holzstadl und der Grill spendete a bisserl Wärme. Wir bestellten Gemüsesuppe und Grillfleisch dazu unseren geliebten Krautsalat. Die Wirtin kam gleich aus dem Haus um zu sehen, wer da so viel bestellt. Wir sahen nix ungewöhnliches an unserer Bestellung. Erst als wir die Portionen erblickten. Bevor die Suppe Suppe aufgefahren wurde, spendierte der Wirt Brot mit selber gemachten Käse, Speck, Zwiebeln und Tomaten aus dem Garten. Dann kam eine ganze Suppenterrine für uns alleine. Gleich drauf lieferte die Wirtin zwei Koteletts vom Grill nach. Alles schmeckte herrlich. Der Krautsalat war auch eine Wucht. Läuft euch schon das Wasser im Mund zusammen?….
Das war meine Absicht. Wir hatten auch Hunger mitgebracht, da wir seit dem Frühstück noch nichts gegessen hatten. Der Wirt, er heißt Toma, hatte frische Pfifferlinge gesammelt. Er grillte sie für uns und brachte sie als kleine Zugabe. Die Wirtsleute setzten sich zu uns und unterhielten sich mit uns. A bisserl deutsch sprechen die beiden. Wir nur ein paar Wörter kroatisch. Der Rest ging mit internationaler Zeichensprache. Es war echt griabig. Die Chefin brachte Kornellkirschlikör, den sie selber angesetzt hat. Ich konnte zwar als Fahrer nur einen Bleschel (Zunge) voll kosten, aber er schmeckte herrlich.
Als wir zur vorgerückter Stunde zur Pension zurück fuhren, gingen sie noch mit uns raus, verabschiedeten sich mit Händedruck und winkten uns nach. So herzlich…. echt wahr. Das war ein Abend, den wir nicht mehr vergessen.